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09. 04. 2010

VOLLEYBALL - Bundesliga


Oythe plant zweigleisig - aber nur in der Hallenfrage
Samstag Heimfinale gegen Hamburg II / Meister Leverkusen
verzichtet auf 1. Liga, Oythe rückt aber nicht nach


Keine Angst vorm Doppelblock: JurinaReinink (rechts)
im Spitzenspiel gegen den USC Münster II. Foto: el

Oythe (cb) - 3:2 gegen den SC Langenhagen, 3:2 gegen den USC Münster II - die beiden letzten Heimspiele der Volleyballerinnen des VfL Oythe in der 2. Bundesliga Nord waren nichts für schwache Nerven. An Dramatik, Emotionen und Spannung werden die beiden Partien aber noch von einem anderen Match überboten. Gemeint ist der "Wahnsinn von Hamburg", der "Weihnachtskrimi von Wandsbek", als Oythe am 3. Advent einen 3:2-Coup beim damaligen Tabellenzweiten VT Aurubis Hamburg II landete - und das nach einem 0:2-Satzrückstand und einem 6:12 im Tiebreak. Oythe siegte nach 108 Minuten mit 12:25, 18:25, 25:21, 25:22 und 15:13. Am morgigen Samstag steigt nun das Rückspiel, Hamburgs Erstliga-Reserve wird um 17.30 Uhr in der Sporthalle der Liebfrauenschule vorstellig.
Für den VfL Oythe ist es das letzte Heimspiel, ehe eine Woche später das Saisonfinale beim TSV Rudow in Berlin ansteht. "Wir wollen unseren treuen Zuschauern nochmal ein gutes Spiel zeigen und natürlich gewinnen", erklärt Oythes Trainerin Ursula Bremekamp vor dem Abschluss im "ULF". Saisonsieg Nummer 16 hätte eine schöne Nebenwirkung: die Vizemeisterschaft. "Das wäre super, wenn wir zu Hause Platz zwei perfekt machen könnten", so Bremekamp. Theoretisch reichen Oythe sogar zwei 2:3-Niederlagen zum Vize-Titel.
Bayer Leverkusen steigt indes nicht in die 1. Bundesliga auf, der souveräne Meister musste aus finanziellen Gründen auf einen Lizenzantrag verzichten. Es war nicht möglich, den vorgeschriebenen Mindestetat für die 1. Liga in Höhe von 200 000 Euro zusammenzustellen. Grund: Parallel zum Damenteam sind auch die Bayer-Herren zu 99 Prozent Meister der 2. Liga. Sie kriegen den Etat zusammen, für zwei Erstligisten reichen die Mittel nicht. Ein Nachrücken kommt für Oythe aber nicht in Frage; der VfL hatte bereits vor Bayer Leverkusens Entscheidung und der DVL-Meldefrist am 1. April auf einen Lizenzantrag für die 1. Bundesliga verzichtet.
Zweigleisig plant der VfL Oythe derweil in der Hallenfrage. Die umfangreiche Renovierung der Antonianum-Sporthalle läuft derzeit. Ob der VfL Oythe pünktlich zum Start der Zweitliga-Saison 2010/11 im September in seine gewohnte Heimspielstätte zurückkehren kann, ist aber noch fraglich. Von der Liebfrauenschule gab´s bereits grünes Licht, Oythe kann das schmucke Ausweichquartier an der Contrescarpe so lange nutzen wie nötig.
Auf das Spiel gegen Hamburg II, das neun der letzten zwölf Partien verlor, bereitete sich Oythe am Dienstag mit einem Testspiel gegen den SV Bad Laer vor. Fünf Sätze wurden gespielt, Oythe entschied alle fünf Durchgänge recht klar für sich - und das ohne Birgit Beuse, die wegen einer Magen-Darm-Grippe fehlte. Bremekamp hofft, dass die Mittelblockerin morgen wieder dabei sein kann. Für Bad Laer, Meister der Regionalliga Nordwest, war das Spiel in Vechta ein Test für die Aufstiegsrunde zur 2. Liga, die vom 16. bis 18. April stattfindet. Gastgeber ist West-Meister TV Werne, zudem strebt der VC Stralsund als Nord-Meister den sofortigen Wiederaufstieg an. Zwei der drei Teams steigen auf.

Quelle: OV 09.04.2010