News 2012/2013

29. 05. 2013

FUSSBALL - Landesliga Herren


Zwei Abstaubertore lassen Küpker strahlen
VfL Oythe besiegt SC Spelle-Venhaus mit 3:1 und
bringt Platz fünf ins Ziel / Coach lobt Energie und Charakter


Locker drüber: Philipp Middelkamp gegen Spelles Keeper Tobias Schimmöller.
Foto: Schikora

Endlich ein Sieg gegen ein Schwergewicht: Nach sechs vergeblichen Anläufen in Folge besiegt der VfL Oythe doch noch ein Team aus den Top 4 der Landesliga.

Von Carsten Boning

Oythe. Im Nieselregen an der Hasenweide war die Zeit für eine kleine Bescherung gekommen. Uwe Küpker, Coach des Fußball­Landesligisten VfL Oythe, sowie die beiden Spieler Marc Pallen­tien und Nils Unger wurden am frühen Samstagabend nach ihrem letzten Heimspiel für den VfL Oythe mit diversen Präsenten verabschiedet – und für die Fans gab’s ein Fass Freibier. Die Stim­mung war gut, trotz der unge­mütlichen Witterung. Grund für die lockere Atmosphäre war ein verdienter 3:1 (1:1)-Erfolg gegen den SC Spelle-Venhaus.

Endlich ein Sieg gegen einen Top-5-Mitstreiter – das dachten sich viele im Oyther Lager. Nach sechs vergeblichen Anläufen in Folge gegen die vier Topteams VfL Oldenburg (1:2 auswärts, 1:1 zu Hause), BW Hollage (zwei­mal 2:3), SC Spelle (1:5 im Hin­spiel) und Bad Rothenfelde (0:3 am Gründonnerstag) gelang dem VfL Oythe doch noch ein „Drei­er“ gegen ein Schwergewicht der Landesliga. Und tabellarisch ist jetzt für Oythe auch alles klar: Während Spelle-Venhaus, der forsche Aufsteiger aus dem süd­lichen Emsland, die Vizemeister­schaft zu 99,9 Prozent abhaken kann, geht die Küpker-Elf defini­tiv als Fünfter über die Ziellinie. Nach Platz sieben 2011 und Rang sechs in der Vorsaison setzt sich damit die Steigerung in kleinen Schritten fort, in diesem Jahr noch verbunden mit einer deutlichen Reduzierung der Zahl der Gegentreffer. Kein Wunder also, dass Küpker erfreut festhielt: „Wir haben eigentlich alle Ziele erreicht.“ Seine zweite Amtszeit an der Hasenweide, die am 19. Januar 2011 begann, endet am Freitag um 19.15 Uhr beim VfB Oldenburg II. Die letzte Saison­partie wurde kurzfristig um ei­nen Tag vorverlegt.

Im letzten Heimspiel der Sai­son wollte Oythe unbedingt die Scharte vom Hinspiel auswetzen. Das 1:5, die höchste Niederlage in dieser Serie, hatte Küpker und Co. noch schwer im Magen gele­gen. Jetzt ist diese offene Rech­nung auch beglichen. „Klasse, dass die Mannschaft die Energie nochmal aufgebracht hat. Das spricht für den tollen Charakter dieser Truppe“, sagte Küpker. Er gab zu, dass er nach der Mann­schaftsfahrt nach Mallorca nicht mehr mit so einer Leistung gerechnet habe. „Das war ein schö­ner Abschluss zu Hause“, meinte der Coach stolz und zufrieden.

An der Berechtigung des Oy­ther Sieges gab’s keinerlei Zwei­fel. Spelle-Venhaus, das in dieser Saison eine gewisse Vorliebe für die VEC-Teams entwickelt und zuvor fünfmal gegen Lohne (5:2, 3:2), Damme (3:1, 2:0) und Oythe gewonnen hatte, verbuchte un­ter dem Strich nur vier gute Of­fensivaktionen. Die erste führte zum frühen 1:0 durch Sebastian Schmagt (12.), während Oythes Keeper Willi Heise bei den Chancen von Daniel Rehers (30.), Christoph Ahrens (74.) und Erdem Cosar (90.+2) nicht ein­greifen musste – zweimal verzo­gen die Gäste, einmal rettete Sü­leyman Odabasi. Auf der Gegenseite hatte Oy­thes Gerrit Strey allein in der ers­ten Halbzeit vier gute Aktionen (3./9./31./38.). Bei seinem 1:1 in der 31. Minute schloss der 19 Jahre alte Langfördener, der zur Pause mit dickem Knöchel raus musste, eine feine Kombination über Mike Thomas und Nils Un­ger eiskalt ab. Unger (51.) und Geburtstagskind Thomas (70./ 73.) – Oythes Kapitän wurde am Samstag 27 – hatten nach der Pause drei „Hochkaräter“. Für die Tore zum Sieg sorgten dann aber andere. Dennis Jex und Sebasti­an von Merveldt staubten zwei­mal ab: Jex bei seinem 14. Saison­treffer von der Strafraumgrenze (75.), von Merveldt bei seiner Torpremiere aus einem Meter (78., nach Stukenborg-Freistoß unter die Unterkante der Latte).

Quelle: OV 27.05.2013